10 Juni – Gedenken an Distomo

Im Zuge einer „Vergeltungsaktion“ verübten am 10.6.1944 Angehörige eines Regimentes der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division ein grauenhaftes Massaker an der Zivilbevölkerung des griechischen Ortes Distomo, einer Ortschaft in Mittelgriechenland, am Fuße des Parnass-Gebirges. Über 218 der ca. 1800 Dorfbewohner wurden dabei unter dem Vorwand der Partisanenbekämpfung regelrecht abgeschlachtet, vor allem alte Menschen, Frauen sowie 34 Kinder und vier Säuglinge. Anschließend wurde das Dorf niedergebrannt.

Bild: Griechenlandsolidarität Osnabrück

Ebenfalls am 10. Juni 1944 ermordeten deutsche Truppen die Einwohner des französischen Ortes Oradour-sur-Glane und machten das Dorf dem Erdboden gleich. Bereits genau zwei Jahre zuvor wurden nach dem Attentat auf Heydrich im tschechischen Lidice fast alle erwachsenen Männer ermordet und die Frauen ins Konzentrationslager Ravensbrück deportiert, wo auch viele von ihnen starben.

Die Kriegsverbrechen der Wehrmachts- und SS-Verbände in diesen Orten stehen stellvertretend für unzählige Orte in den von Deutschen besetzten Gebieten, in denen ebensolche Verbrechen begangen wurden.

Sowohl das Massaker in Distomo als auch die in über hundert weiteren griechischen Orten waren schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit und dennoch verweigert die Bundesrepublik bis heute die Entschädigung der griechischen Opfer.

Winter auf Lesbos – Geflüchtete auf griechischen Inseln brauchen Hilfe

Tom-Esau-Brada-A-little-doc-from-my-exploits-on-the-Greek-island-of-Lesbos-stb1
Das Bild stammt aus dem Film „A little doc from my exploits on the Greek island of Lesbos“ von Tom Esau Brada.

In den Flüchtlingscamps auf Lesbos, Chios und Samos herrschen unhaltbare Zustände. Wie im letzten Winter müssen Hunderte von Migranten weiter in einfachen Zelten vor überbelegten Aufnahmezentren leben. „Ärzte ohne Grenzen“ warnte, dass die harten Bedingungen und die Kälte eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit der Geflüchteten darstellen.

Mit einem symbolischen Zeltlager wollen wir am Nikolaiort auf die katastrophale Situation aufmerksam machen, Spenden für Hilfsprojekte auf den Inseln sammeln und über die Verantwortung der EU-Asylpolitik für die inhumanen Verhältnisse dort informieren.

Die Aktion findet am Samstag, 27. Januar von 11:00 bis 18:00 Uhr am Nikolaiort in Osnabrück statt. Veranstalter ist die Initiative „50 aus Idomeni“ die abgesehen von der Griechenlandsolidarität Osnabrück noch von Attac Osnabrück, Flüchtlingshilfe Rosenplatz e.V., Exil – Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge e.V. und Solidarity City Osnabrück unterstützt wird.

Die Griechenlandsolidarität ist jetzt auch auf Facebook

Damit wir Interessierte noch besser erreichen können und über die aktuellen sozialen Folgen der europäischen Politik und deren Umsetzung in Griechenland informieren können, sind wir jetzt auch auf Facebook zu finden. So ist es all denen möglich, die sich gerne auf Facebook schlau machen, unsere aktuellen Aktivitäten und Diskussionen zeitnah und ohne großen Aufwand zu verfolgen, indem sie unsere „Fans“ werden. Und diejenigen, die sich selbst für unser Anliegen interessieren und sich dafür einsetzten möchten, erhalten über diesen Weg die Chance, ohne große Probleme in die Arbeit unserer Gruppe einzusteigen.

Follow us!

Folgt uns auf Facebook!

Bild: Griechenlandsolidarität Osnabrück

­Über diese Adresse ist unsere Facebook-Seite zu erreichen:
https://www.facebook.com/griechenlandsolidaritaet.osnabrueck

Die selbstverwaltete griechische Fabrik vio.me bittet um Unterstützung

Logo der selbstverwalteten griechischen Fabrik Vio.Me mit dem Untertitel Ocupy, Resit, Produce!
Logo Vio.Me – Occupy, Resit, Produce!
Bild: http://gskk.eu

Während der letzten Monate hat sich in Thessaloniki bei vio.me die Situation weiter zugespitzt und bedroht den Fortbestand dieses Leuchtturmprojektes. Ende Mai wurde per Gerichtsbeschluss dem Insolvenzverwalter der ehemaligen Betreiber und Eigentümer der Fabrik gestattet, alle beweglichen Vermögensgegenstände zu erfassen, um sie zur Veräußerung anzubieten. Dies betrifft auch die Produktionsmittel der Kooperative vio.me – selbst die, die aus Spenden finanziert wurden. Mehr dazu findet ihr unter folgenden Links:

www.viome.org
https://griechenlandsoli.com/vio-me-vor-entscheidung-fortbestehen-durch-zwangsversteigerung-bedroht-solidaritaetserklaerung-unterzeichnen

Das Griechenland Solidaritäts Komitee Köln hat nun eine Petition in Form einer Solidaritätserklärung auf seiner Website veröffentlicht, in der die ArbeiterInnen von vio.me um internationale öffentliche Unterstützung bitten. Damit könnten sie ihre Position in der griechischen Öffentlichkeit stärken, was dann hoffentlich zur Folge hat, dass die verantwortlichen der Justiz- und Vollstreckungsinstitutionen zum Einlenken zu bewegen sind und die derzeitige griechische Regierung dazu, sich nachdrücklicher für den Erhalt dieses Projektes einzusetzen. Deshalb bitte ich euch, euch kurz die Zeit zu nehmen, sich mit dem Anliegen der vio.me ArbeiterInnen zu befassen und die Solidaritätserklärung zu unterschreiben.

Link zur Solidaritätserklärung:
http://gskk.eu/viome-vor-Entscheidung-Fortbestehen-durch-Zwangsversteigerung-bedroht-Solidaritätserklärung-unterzeichnen

Verbreitet bitte auch alle den Aufruf weiter!

Wir feiern ein Fest der Solidarität

Hallas-Krisen-Kompania
Hallas-Krisen-Kompania – Rembetiko und mehr aus Münster
Bild: Griechenlandsolidarität Osnabrück

Unter dem Motto Solidität statt Solidarität wird das europäische Gemeinschaftsprojekt EU gerade vor die Wand gefahren. Dass es mit der Solidarität unter den EU-Staaten nicht weit her ist, verdeutlicht das Beispiel Griechenlands immer mehr. Ob EU-Flüchtlingspolitik, der von der EU auferlegte Sparzwang zur vermeintlichen Konsolidierung des Staatshaushalts oder der Ausverkauf des griechischen „Tafelsilbers“ zu Gunsten deutscher und anderer europäischer Großunternehmen, alles findet zu Lasten der griechischen Bevölkerung statt und führt dazu, dass die Lage in Griechenland nach wie vor besorgniserregend ist.

Die Griechenlandsolidarität Osnabrück will das nicht in Vergessenheit geraten lassen und möchte daran erinnern, dass all diejenigen, denen es mit einem vereinten Europa ernst ist, für ein solidarisches, menschenwürdiges Europa für alle eintreten und ein Interesse am Verbleib Griechenlands in der EU haben müssen.

Aus diesem Grund veranstalten wir am Samstag, dem 6. Mai um 19:00 Uhr ein Griechenland-Solidaritätsfest in der Pernickelmühle, Mühlenstr. 6 in Osnabrück, um diesen Anlass u. a. dazu zu nutzen, über die aktuelle Situation in Griechenland aufzuklären. Neben der geistigen Nahrung soll das körperliche Wohlbefinden natürlich nicht zu kurz kommen, weshalb wir nicht nur griechisches Essen und Trinken anbieten werden, sondern unsere Gäste auch in den Genuss der Rembetiko-Musik der Hallas-Krisen-Kompania aus Münster kommen lassen wollen und in den der kurdischen, arabischen und spanischen Klänge des Gitarristen Bassl Abdulrahman.

Der Erlös dieses Festes soll an die von uns schon seit längerer Zeit mit Spenden unterstützen Selbsthilfeprojekte in Thessaloniki gehen, vier der zahlreichen Solidaritätsinitiativen, die sich in Griechenland während der Krise ge­gründet haben.
Es wird ein Buffet geben, an dem man sich nach Zahlung eines Solidaritätsbeitrags frei be­die­nen kann. Getränke gehen extra und der Eintritt ist frei.

Die Griechenlandsolidarität-Osnabrück unterstützt „50 aus Idomeni“

Flüchtlingslager Softex bei Thessaloniki: Fabrikhalle mit Zelten
Fabrikhalle mit Zelten im Lager Softex bei Thessaloniki.
Foto: www.naomi-thessaloniki.net

Die Initiative „50 aus Idomeni“ hat es sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen des Relocation-Programms 50 Flüchtlinge aus Griechenland nach Osnabrück zu holen. Das Programm sieht vor, dass 27.500 Geflüchtete aus Griechenland und Italien innerhalb von zwei Jahren in Deutschland aufgenommen werden sollen. Da gerade Griechenland durch die einschneidenden Sparmaßnahmen, die dem Land als Mittel zur Konsolidierung seiner Staatsfinanzen und zum Abbau seiner Schulden von der EU, dem IWF und der EZB aufgezwungen wurden, mit der großen Zahl an Flüchtlingen, die sich dort immer noch aufhalten, überfordert ist, ist es wichtig, dass gerade diese Flüchtlinge auf die anderen europäischen Staaten verteilt werden. Hierzu will die Initiative „50 aus Idomeni“ einen Beitrag leisten, was auch schon in gewisser Weise Wirkung gezeigt hat, da sich auch in anderen bundesdeutschen Städten vergleichbare Projekte gegründet haben. Näheres zur Kampagne ist auf http://50ausidomeni.de zu erfahren.