Die selbstverwaltete griechische Fabrik vio.me bittet um Unterstützung

Logo der selbstverwalteten griechischen Fabrik Vio.Me mit dem Untertitel Ocupy, Resit, Produce!
Logo Vio.Me – Occupy, Resit, Produce!
Bild: http://gskk.eu

Während der letzten Monate hat sich in Thessaloniki bei vio.me die Situation weiter zugespitzt und bedroht den Fortbestand dieses Leuchtturmprojektes. Ende Mai wurde per Gerichtsbeschluss dem Insolvenzverwalter der ehemaligen Betreiber und Eigentümer der Fabrik gestattet, alle beweglichen Vermögensgegenstände zu erfassen, um sie zur Veräußerung anzubieten. Dies betrifft auch die Produktionsmittel der Kooperative vio.me – selbst die, die aus Spenden finanziert wurden. Mehr dazu findet ihr unter folgenden Links:

www.viome.org
https://griechenlandsoli.com/vio-me-vor-entscheidung-fortbestehen-durch-zwangsversteigerung-bedroht-solidaritaetserklaerung-unterzeichnen

Das Griechenland Solidaritäts Komitee Köln hat nun eine Petition in Form einer Solidaritätserklärung auf seiner Website veröffentlicht, in der die ArbeiterInnen von vio.me um internationale öffentliche Unterstützung bitten. Damit könnten sie ihre Position in der griechischen Öffentlichkeit stärken, was dann hoffentlich zur Folge hat, dass die verantwortlichen der Justiz- und Vollstreckungsinstitutionen zum Einlenken zu bewegen sind und die derzeitige griechische Regierung dazu, sich nachdrücklicher für den Erhalt dieses Projektes einzusetzen. Deshalb bitte ich euch, euch kurz die Zeit zu nehmen, sich mit dem Anliegen der vio.me ArbeiterInnen zu befassen und die Solidaritätserklärung zu unterschreiben.

Link zur Solidaritätserklärung:
http://gskk.eu/viome-vor-Entscheidung-Fortbestehen-durch-Zwangsversteigerung-bedroht-Solidaritätserklärung-unterzeichnen

Verbreitet bitte auch alle den Aufruf weiter!

Wir feiern ein Fest der Solidarität

Hallas-Krisen-Kompania
Hallas-Krisen-Kompania – Rembetiko und mehr aus Münster
Bild: Griechenlandsolidarität Osnabrück

Unter dem Motto Solidität statt Solidarität wird das europäische Gemeinschaftsprojekt EU gerade vor die Wand gefahren. Dass es mit der Solidarität unter den EU-Staaten nicht weit her ist, verdeutlicht das Beispiel Griechenlands immer mehr. Ob EU-Flüchtlingspolitik, der von der EU auferlegte Sparzwang zur vermeintlichen Konsolidierung des Staatshaushalts oder der Ausverkauf des griechischen „Tafelsilbers“ zu Gunsten deutscher und anderer europäischer Großunternehmen, alles findet zu Lasten der griechischen Bevölkerung statt und führt dazu, dass die Lage in Griechenland nach wie vor besorgniserregend ist.

Die Griechenlandsolidarität Osnabrück will das nicht in Vergessenheit geraten lassen und möchte daran erinnern, dass all diejenigen, denen es mit einem vereinten Europa ernst ist, für ein solidarisches, menschenwürdiges Europa für alle eintreten und ein Interesse am Verbleib Griechenlands in der EU haben müssen.

Aus diesem Grund veranstalten wir am Samstag, dem 6. Mai um 19:00 Uhr ein Griechenland-Solidaritätsfest in der Pernickelmühle, Mühlenstr. 6 in Osnabrück, um diesen Anlass u. a. dazu zu nutzen, über die aktuelle Situation in Griechenland aufzuklären. Neben der geistigen Nahrung soll das körperliche Wohlbefinden natürlich nicht zu kurz kommen, weshalb wir nicht nur griechisches Essen und Trinken anbieten werden, sondern unsere Gäste auch in den Genuss der Rembetiko-Musik der Hallas-Krisen-Kompania aus Münster kommen lassen wollen und in den der kurdischen, arabischen und spanischen Klänge des Gitarristen Bassl Abdulrahman.

Der Erlös dieses Festes soll an die von uns schon seit längerer Zeit mit Spenden unterstützen Selbsthilfeprojekte in Thessaloniki gehen, vier der zahlreichen Solidaritätsinitiativen, die sich in Griechenland während der Krise ge­gründet haben.
Es wird ein Buffet geben, an dem man sich nach Zahlung eines Solidaritätsbeitrags frei be­die­nen kann. Getränke gehen extra und der Eintritt ist frei.

Die Griechenlandsolidarität-Osnabrück unterstützt „50 aus Idomeni“

Flüchtlingslager Softex bei Thessaloniki: Fabrikhalle mit Zelten
Fabrikhalle mit Zelten im Lager Softex bei Thessaloniki.
Foto: www.naomi-thessaloniki.net

Die Initiative „50 aus Idomeni“ hat es sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen des Relocation-Programms 50 Flüchtlinge aus Griechenland nach Osnabrück zu holen. Das Programm sieht vor, dass 27.500 Geflüchtete aus Griechenland und Italien innerhalb von zwei Jahren in Deutschland aufgenommen werden sollen. Da gerade Griechenland durch die einschneidenden Sparmaßnahmen, die dem Land als Mittel zur Konsolidierung seiner Staatsfinanzen und zum Abbau seiner Schulden von der EU, dem IWF und der EZB aufgezwungen wurden, mit der großen Zahl an Flüchtlingen, die sich dort immer noch aufhalten, überfordert ist, ist es wichtig, dass gerade diese Flüchtlinge auf die anderen europäischen Staaten verteilt werden. Hierzu will die Initiative „50 aus Idomeni“ einen Beitrag leisten, was auch schon in gewisser Weise Wirkung gezeigt hat, da sich auch in anderen bundesdeutschen Städten vergleichbare Projekte gegründet haben. Näheres zur Kampagne ist auf http://50ausidomeni.de zu erfahren.